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Musikerheim

 

Musiker liebäugeln mit eigenem Heim

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gemeinderat prüft Plan wohlwollend
 
 
 
Nach Ebenhausen und Rottershausen wünscht sich nun auch der Musikverein Oerlenbach ein eigenes Domizil. Der Verein, der 2012 sein 50-jähriges Bestehen feiert, liebäugelt mit dem von der Gemeinde erworbenen Anwesen im Hannbusch 12 in Oerlenbach. Grundsätzlich bejahte der Gemeinderat das Ansinnen.

 

Bürgermeister Siegfried Erhard verlas den Antrag des Musikvereins, der seit Anfang der 70er Jahre im Clubraum des Pfarrheimes probt. Dort finden auch Versammlungen, Nachwuchstreffen und Ausbildung der Jungmusiker statt. Da der Verein aber nur eingeschränkt über die Räume verfügen könne, sei stete Rücksichtnahme auf andere erforderlich.

Die Zahl der aktiven Musiker sei gestiegen. Der Clubraum müsse zu jeder Probe ausgeräumt und am Ende wieder eingeräumt werden. Außerdem werde für Instrumente, Lautsprecheranlage, Noten und Uniformen immer mehr Platz benötigt, den es im Pfarrheim nicht gibt.

Mit dem Haus Im Hannbusch könne die große Raumnot behoben und mit optimaler Probenarbeit die musikalische Qualität der Trachtenkapelle verbessert werden. Der Verein sei bereit, sich bei Umbau und Sanierung des ehemaligen Wohnhauses mit entsprechender Arbeitsleistung einzubringen.

Chancen zur Entwicklung

Laut Erhard hat die Gemeinde neben dem genannten Anwesen weitere Flächen im Bereich Hannbusch/Hauptstraße erworben, um dort Möglichkeiten der Innenentwicklung zu eröffnen. Die Voraussetzungen in Ebenhausen mit Städtebauförderung und in Rottershausen mit Dorferneuerung seien wesentlich günstiger bei Zuschüssen von 60 beziehungsweise 50 Prozent gewesen. Eine Nachfrage bei der Regierung von Unterfranken habe ergeben, dass eine öffentliche Förderung in Oerlenbach nicht in Frage komme. Auf der anderen Seite sei der Verein ein wichtiger Kulturträger, dessen Entwicklung allen am Herzen liege.

Der Gemeinderat beschloss, zusammen mit dem Musikverein die Kosten zu ermitteln. Das Gremium folgte dem Vorschlag des Vereins, damit Burkard Kuhn zu betrauen. Der Architekt ist auch Mitglied des Vereins.

 

Quelle: Mainpost 14.04.2010

 

Am 10.05.2010 stand in der Mainpost

 

OERLENBACH

Es geht voran

Musikverein darf im Hannbusch umbauen

(ge) Der Musikverein Oerlenbach kann weiter den Umbau eines gemeindlichen Anwesens im Hannbusch planen. Von den geschätzten Gesamtaufwendungen von 195 000 Euro will der Verein 80 000 Euro als Eigenleistung aufbringen. Der Gemeinderat stimmte dem Plan in seiner jüngsten Sitzung einhellig zu. Allerdings ist die Parkplatzfrage noch abzuklären.

Mit Vereinsführung und Architekt Burkard Kuhn hatte Bürgermeister Siegfried Erhard das Projekt eingehend besprochen. Ziele sind im Obergeschoss ein großer Probenraum sowie im Erdgeschoss zwei Räume für Kleingruppen und Lagerbereiche.

Hinzugefügt wird in Verlängerung der nördlichen Giebelseite ein 3,5 Meter breiter Anbau, in dem Treppenhaus und WC-Anlagen unterkommen.

Die Planungskosten übernimmt der Verein. Der Anbau wird in Passivhausstandard ausgeführt, der Altbau isoliert. Übungs- und Proberaum sollen über Elektro-Strahlungswärme beheizt werden. Ein Nebengebäude wird abgebrochen. Die einstige Scheune wurde bereits früher beseitigt.

In der Gesamtabwicklung wird die Gemeinde ähnlich wie in Rottershausen verfahren. Dort entstand aus der einstigen Schule ein Musikerheim. Der Musikverein Oerlenbach kann nun weiter planen, um im nächsten Jahr den Umbau weitgehend zu realisieren. Abschluss und Einweihung sind für 2012 vorgesehen, wenn der Verein sein 50-jähriges Bestehen feiern kann.

 

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